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Dieser Absatz beschäftigt sich mit der Lauffähigkeit des elektronischen Repertoriums und des Materia Medica Suchprogramms unter den verschiedenen Betriebssystemen eines Computers.

Unter DOS gibt es keine Probleme, es sei denn, dass der Speicher zu klein ist (d. h. weniger als 525 KB für ausführbare Programme) oder dass in der config.sys für buffers oder files geringere Grössen als jeweils 16 eingetragen sind. Das ist mit " edit config.sys "  auf der DOS-Ebene jedoch leicht  zu  berichtigen.
Selbiges gilt  auch für alle anderen Betriebssysteme.

Windows 95 - 98 SE, Millenium, 2000 & XP sind ähnlich problemarm wie DOS.

Bei den Betriebssystemen Windows Vista & Windows 7 funktioniert in der Regel der Vollbild-Modus nicht. Man ist gezwungen, durch Ausprobieren in den Eigenschaften - Schrift
die grösste in den Fenstermodus passende auszuwählen (meist "Consolas", Grösse um 22 herum).
Zu allem Überfluss zeigt sich bei den meisten Windows Versionen dann noch ein Speicherproblem, dass oft nur durch Herunterfahren und Neustart zu lösen ist.

Leider funktionieren viele Programme & Geräte (bes. Scanner) unter Windows 7 64-bit Version / Win 8.x 64 Bit überhaupt nicht mehr - auch meine Homöopathie-Programme nicht.

Wenn man schon nicht auf diese schwierige 64-bit Version von Windows 7 verzichten kann, dann bleibt nur die Installation eines virtuellen Betriebssystems, z. B. VirtualBox von Oracle. Damit kann man - abgeschirmt wie in einem Sandkasten - ein anderes BetriebsSystem installieren, z. B. Win XP
oder das MS-DOS aus Windows 98 II [Command] (wenn man die Original Windows CD noch besitzt).  Das empfehlenswerte  Win 2000 geht aber  auch,  sogar das alte  DOS ist möglich - und selbstverständlich auch LINUX (z.B. Xubuntu für einen sicheren Internet-Zugang), vorausgesetzt,
man hat einen genügend grossen RAM - Speicher.

Etwas einfacher zu installieren ist DosBox. Wenn C:\REP ein (vorher mit Windows Explorer  oder  Commander angelegtes) gültiges Verzeichnis unter Win7-64b ist, dann muss man nach Anklicken von DosBox das Homöopathie-Verzeichnis als erstes mounten - mit dem Befehl    
mount c c:\rep (RETURN) 
    Danach ist man in der DosEbene und kann das Repertorisations-Programm mit
repstar (RETURN) starten. Auf den einfachen Ausdruck wird man auf den neisten Rechnern unter DosBox leider verzichten müssen.

REP läuft auch seit Nov. 2013 auf einigen Tablet Rechnern unter Android 4.x , z. B. auf dem IdeaTab S4000 von Lenovo (ex-IBM) als eine Art Application, wenn eine externe Tastatur angeschlossen ist. Dort muss vorher die TurboDoxBox Applikation  installiert werden  (kostet  etwa  4  EUR).  Ausserdem  braucht man noch ein Anpassungsprogramm für die Tastaturbelegung, weil das zugehörige  Keyboard  LBK 500_DE , wie wohl alle  Android Tablets, keine Funktionstasten hat. Die dringend benötigten Funktionstasten werden dann durch Shift 1  -  Schift 0  emuliert.  Das Sommerinstitut  der Linguisten  in USA hat 1989 ein passendes DOS-Programm entwickelt, es heisst KEYSWAP.ZIP und ist kostenlos im Internet zu beziehen unter   ftp://ftp.sil.org./software/dos/keyswp12.zip   .
Eine fertig programmierte TastaturAnpasseung für das IdeaTab S4000 von Lenovo wird bei Bestellung des REP-Synopsis mitgeliefert.

Bei älteren LINUX Versionen (< 11.x) gibt es geringere, aber andersartige Probleme.

Linux ist in der Darstellung von grossen (fast) Vollbildfenstern sehr auf einen GENAU passenden Bildschirm- & Graphic-Card-Treiber angewiesen. Am ausgeprägtesten zeigt sich das bei modernen Breitbildschirmen (16:9, 16:10) und in  Red Hat Distributionen wie Suse ab Vers. 10  ( Vers. 9 mit KDE 3 war noch recht unproblematisch). Der für die homöopathischen Programme nötige DOSEMU kann in Debian basierten Linux Distributionen wie Ubuntu, Xubuntu und Knoppix sehr einfach über Anwendungen - Software - Center bei bestehender Internet-Verbindung heruntergeladen und installiert werden. Am problemlosesten sind zur Zeit (Herbst 2011) die LINUX Versionen ab
Ubuntu 11.04  und Knoppix 6.7 mit Gnome 2.32.x Desktop .
Leider haben die Gnome-Desktop-Entwickler mit Gnome 3.x und Unity ziehmlich viel Mist gebaut, sodass Ubuntu 11.10 mit Gnome 3.x nicht mehr empfohlen werden kann. Aber glücklicherweise kann ein LINUX - System mit vielen verschiedenen Oberflächen (= Desktop's) betrieben werden. Diese Freiheit des Anwenders ist ein wesentlicher Bestandteil der LINUX & OpenSource - Philosophie. So nehmen viele Linux-Anwender  (sogar der Linux-Begründer Linus Thorwald) als Alternative  den Xfce 4.x, der viel einfacher  funktioniert und sparsamer mit dem inneren Speicher (=RAM) umgeht. Xfce verzichtet auf graphischen Schnickschnack, macht keine Mätzchen und kann auch nicht das Deutschlandlied singen. Die passende Distribution heisst
Xubuntu 12.4 LTS (oder folgende - die erste zweistellige Zahl bezeichnet das Jahr, die zweite denMonat. LTS heisst Long Term Support, ist immer empfehlenswert).
Xubuntu kann daher auch auf älteren Computern mit geringen Speichergrössen ( z. B. 256 M RAM) und langsameren einkernigen Prozessoren laufen.
Weitere Alternativen sind u. a. IceWm oder LXDE. Ich persönlich empfehle Xfce 4.x .
Selbigen Desktop kann man sich auch unter Ubuntu mit dem ungeliebte Gnome 3.x nachladen:
im Terminal ausführen:   sudo apt-get install xubuntu-desk   (das dauert etwas. Danach neu starten.
Im AnmeldeFenster muss man dann vor der PassWortEingabe auf ein sternförmige Symbol oder auf die Session Leiste am unteren Bildschirmrand klicken und XFCE statt GNOME wählen. Beim nächsten Start erinnert sich das System an den letztgewählten Desktop und läd diesen automatisch - es sei denn, man wählt wieder, wie beschrieben, einen anderen Desktop.

Für Ubuntu mit Gnome 2.x geht die Einrichtung der Homöopathieprogramme so:

Aufruf im Terminal mit sudo dosemu (RETURN) - dann muss man das Passwort des SuperUsers (=Administrators) eintippen und tippt dann rrr (RETURN) zum Start des Repertorisationsprogramms (oder mmm zum Start der Materia Medica Suche) . In den HomöopathieProgrammen wird dann noch wegen des rechtsverbindlichen Datenschutzes nach dem Passwort des Therapeuten gefragt.                Alternatives Vorgehen: man legt sich einen Desktop-Starter an:
     auf freie Fläche im klassischen Gnome Desktop (2.32.x) rechtsklicken,
                      Starter anlegen
                              Typ = Anwendung im Terminal
                              Name = Repertorium (o.ä.)                            
                              Befehl = sudo dosemu rrr.bat
                              Kommentar = (beliebig)
     Danach im Terminal mit " sudo dosemu " sich auf die DOS-Ebene begeben und die buffers
     und files mit  "  edit config.sys " auf mindestens 16 setzen. Sichern nicht vergessen!
     DOSemu wie auch die Programme mit  "  exitemu  (RETURN)" verlassen .
    (Die grosse RETURN-Taste ist auf vielen Computern mit ENTER bezeichnet.)

     Nach dieser einmaligen Prozedur braucht das Icon nur noch auf dem Dektopp doppelt mit der
     linken MausTaste angeklickt zu werden. Analoges Vorgehen zur MatMedSuche.

Als Drucker kann der Standard - Drucker (unter System - Systemverwaltung -Drucken) verwendet werden. Der Anschluss ist gleichgültig - Centronics Parallel LPT1 oder USB) -
NUR KEIN billiger GDI - Drucker - ebenso wie bei der Windows/DOS Version des Repertoriums  werden GDI-Billig-Drucker nicht unterstützt.
Wenn ein Laser-Drucker verwendet werden soll, dann bitte darauf achten, dass derselbe
entweder Hewlet Packard HP-LJ 4 emulieren kann oder PostScript beherscht.
Die sehr beliebten und verbreiteten "all - in - one" Geräte (Drucker, Scanner, FAX) wie z. B.
Samsung SCX 4521 F , sind leider GDI Drucker. Samsung hat aus diesem Missstand gelernt und als verbessertes Nachfolgemodell den SCX 4824FN mit Linux-Treiber-CD herausgebracht.

Der DOSemu kann natürlich weitestgehend konfiguriert werden - so lassen sich wohl auch
über das oben gesagte hinaus die meisten Drucker-Probleme lösen.
Dazu der folgende umfangreiche & ausgezeichnete Artikel
von Frau Dr. med. Neumann (c),
der hier fast vollständig abgedruckt ist.


DOS-Programme in Linux

 

 

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http://resmedicinae.sourceforge.net/manuals/apw_linux/index.html

DOS-Programme in Linux

Die Einrichtung von DOSemu

Dr. med. Claudia Neumann

<dr.claudia.neumann@gmx.de>

26.01.2008

Zusammenfassung

This site describes the installation and configuration of DOS programs in Linux by use of DOSemu, Samba and other programs. It is meant to support and encourage users to switch from Windows towards Linux.

Diese Webseite beschreibt die Installation und die Konfiguration von DOS-Programmen auf dem Betriebssystem Linux unter Verwendung von DOSemu, Samba und anderen Programmen. Es soll Anwender darin unterstützen, von Windows nach Linux zu wechseln.


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung
Für wen dieser Artikel geschrieben ist
Feedback
Danksagung
Copyright
Obligatorischer Disclaimer
2. DOSemu
DOSemu 1.4.0
Die Konfiguration von DOSemu
Die Einrichtung von MS-DOS 7.1 auf der Linux-Partition
MS-DOS 7.1 auf der Windows98-(VFAT)-Partition mit DOSemu booten
3. Einrichtungshinweise für DOSemu
XDOSemu unter X/KDE
DOSemu auf der Linux-Konsole
Zugriff auf das CD-ROM-Laufwerk unter DOSemu
Druckereinrichtung
Drucken über das Netzwerk mit CUPS
Darstellung von DOS-Text-Dateien in Linux
4. Netzwerk-Einrichtung
Samba-Konfiguration für den Zugriff von Windows 98 auf den Linux-Server
Samba-Konfiguration für einen Zugriff von Linux auf Windows-Dateien und -Verzeichnisse
5. Verweise
Hilfreiche Adressen
Freie und Open Source Software für die Arztpraxis

Beispiele

2.1. Beispiel-.dosemurc-Datei
2.2. Beispiel-Dateien für DOSemu 1.2.0 und FreeDOS
2.3. Beispiel-Dateien für DOSemu 1.2.0 und MS-DOS 7.1
2.4. Beispiel-Dateien zur Ansteuerung der 1. Partition mit DOSemu 1.4.0

Kapitel 1. Einleitung

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Kapitel 1. Einleitung

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Für wen dieser Artikel geschrieben ist

Ich habe diesen Artikel für die Anwender von DOS-Programmen geschrieben, die die ständigen "blue screens" und Systemcrashs mit möglichen Datenverlusten von Windows leid sind. Ich möchte Ihnen zeigen, dass DOS-Programme sicher und zuverlässig unter Linux laufen. Das gilt sowohl für den einzelnen Linux-Desktop als auch in gemischten Netzwerken mit unterschiedlichen Linux-/Windows-Konfigurationen.


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DOS-Programme in Linux 

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Kapitel 2. DOSemu

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Kapitel 2. DOSemu

Inhaltsverzeichnis

DOSemu 1.4.0
Die Konfiguration von DOSemu
Die Einrichtung von MS-DOS 7.1 auf der Linux-Partition
MS-DOS 7.1 auf der Windows98-(VFAT)-Partition mit DOSemu booten

Ich gehe davon aus, dass Sie ein eingerichtetes Linux-System benutzen. Der Zugriff zu CD-ROM und Floppy sollte funktionieren, der Ausdruck über CUPS sollte eingerichtet sein.

MS-DOS als Vorläufer der heutigen Windows-Varianten ist jedem Computerbenutzer bekannt. Dieses seit bald 20 Jahren im Einsatz befindliche Betriebssystem (z.B. in seinen Varianten DR-DOS oder MS DOS bis zur Version 7.1) ist stabiler als Windows, doch mittlerweile durch vielfache Begrenzungen nicht mehr zeitgemäß. Es ist ein 16 Bit Betriebssystem (im Gegensatz zu aktuellen mit 32 oder gar 64 Bit) und dementsprechend langsam, erlaubt kein Multitasking, also kein paralleles Ausführen mehrerer Programme nebeneinander und hat viele weitere Limitierungen.

Dennoch gibt es - gerade auch im Bereich der Medizin - noch tausende Applikationen, die nur für DOS geschrieben wurden und seither - ein vernünftiges Systemhaus vorausgesetzt - per Updates an die aktuellen Rahmenbedingungen angepaßt wurden. Um diese DOS-Programme auf Linux einrichten zu können, müssen wir in Linux mit DOSemu eine Plattform schaffen. Im DOSemu muss ein ganz normales DOS (DR-DOS, MS-DOS oder FreeDOS) installiert und geladen werden. Dann können die entsprechenden DOS-Programme laufen. DOSemu wandelt also lediglich die DOS-Aufrufe in entsprechende Linux-Systemaufrufe um. Leider ist der Quellcode von MS-DOS nach wie vor nicht veröffentlicht, sodass die Entwickler von DOSemu von Anfang an den DOS-Befehlssatz erraten mussten, was ihnen in weiten Bereichen gelungen ist. Sie mussten dann diesen Befehlsatz in Linuxbefehle umwandeln. Witzigerweise muss DOSemu auch die Fehler von MS-DOS nachbauen, damit einige Programme richtig laufen.

Die Webseite von DOSemu finden Sie unter www.dosemu.org, die DOSemu-Mailingliste erreichen Sie unter <linux-msdos@vger.kernel.org>, ein Archiv der Mailingliste, unter der Sie auch nach bereits beantworteten Fragen suchen können, finden Sie unter www.mail-archive.com/. Leider ist alles auf Englisch. Die DOSemu-HOWTO und die Dokumentationen sind leider nicht mehr aktuell.

DOSemu existiert zum jetzigen Zeitpunkt in der stabilen Version 1.4.0 und sollte in Ihrer Distribution enthalten sein. Auch in Debian findet man jetzt DOSemu in der Version 1.4.0 im unstable-Zweig. Ein für Debian Etch kompiliertes Paket finden Sie hier. Mit DOSemu können Sie in einer einfachen Linux-Konsole mit dosemu ein DOS starten. Für X-Windows gibt es xdosemu mit einem eigenen xterm-Fenster.

Probleme bereitet erfahrungsgemäß die Einrichtung des DOS-Betriebssystems (FreeDOS, DR DOS oder MSDOS), welches die Funktion des DOS-Boot-Verzeichnisses ("C:\>") übernimmt. Das DOS-Boot-Verzeichnis, im DOSemu-Sprachgebrauch als HD-Image bezeichnet, muss ein bootbares DOS enthalten. Für die ersten Versuche empfiehlt sich FreeDOS, das in einer für DOSemu angepaßten Version normalerweise mit dem DOSemu-Paket installiert werden sollte. Auch MS-DOS 7.1 (das DOS von Windows98SE) läuft im DOSemu ohne Probleme; hierfür muss eine entsprechende Lizenz vorliegen. Spätere Windows-Versionen emulieren lediglich DOS, sodass kein vollwertiges DOS mehr vorliegt. Es gibt einige andere DOS-Versionen, wie z.B. Dr-DOS 7.03, die ebenfalls getestet werden können. Das DOS-Boot-Verzeichnis ("C:\>") wird standardmäßig von DOSemu als ein Unterverzeichnis auf der Linux-Partition angelegt. Dies hat den Vorteil, dass die Daten der DOS-Programme auf dem sicheren Filesystem von Linux (ext2, ext3 oder reiserfs) ablegt werden und eine Defragmentierung nicht erforderlich ist. Man kann aber auch mit DOSemu eine MSDOS- oder VFAT-Partition booten, um z.B. auf eine vorhandene Installation zuzugreifen, hat damit aber wieder die Nachteile von MSDOS- und VFAT-Dateisysteme in Kauf zu nehmen. Mehr dazu bei der Einrichtung von DOSemu. Um in einem DOS-Verzeichnis normal arbeiten zu können, muss der User Lese-, Schreib- und Ausführungsrechte auf das virtuelle DOS-Verzeichnis haben.

DOSemu 1.4.0

DOSemu 1.4.0 sollte inzwischen in Ihrer Distribution enthalten sein. Daneben muss ein DOS (MS-DOS 7.1, Dr-DOS 7.03 vorhanden sein oder es muss das dosemu-FreeDOS-Paket heruntergeladen und installiert werden. In Debian gibt es ein zusätzliches Paket xfonts-dosemu, das die DOS-Fonts für xdosemu enthält. Falls man seine DOS-Programm unter X laufen lassen möchte, muss dieses Paket ebenfalls installiert werden. Auf der Webseite www.dosemu.org gibt es ein RPM-Paket, das die Xfonts und FreeDOS enthält. Ich habe ein Paket für Debian Etch mit den Xfonts und FreeDOS gepackt. Es kann als dosemu_1.4.0_i386.deb heruntergeladen und installiert werden.

Von der DOSemu-Webseite ist auch der Sourcecode downloadbar. Wer sich das Selbstkompilieren der Sourcen zutraut, kann dabei verschiedene Optionen setzen, die bei Problemen mit einem DOS-Programm ausprobiert werden können.

Für einen ersten Test sollten Sie sich als normaler User einloggen, eine Konsole öffnen und am Prompt dosemu eingeben. In dem sich öffnenden Fenster sollten Sie einen Hinweis darauf finden, wo das virtuelle DOS-Verzeichnis eingerichtet wird. In Debian war es unter Woody üblich, das virtuelle DOS-Verzeichnis nach /var/lib zu legen, was allerdings Probleme mit den Schreibrechten als normaler User ergab. In neueren Versionen wurde es nach /home/user/dosemu/freedos/ oder nach /home/user/.dosemu/drive_c/ verlegt. Damit habe Sie meist schon ein lauffähiges DOS und Sie können durch Zugriff auf Laufwerk A (=/dev/fd0) Ihre DOS-Software installieren. Verlassen können Sie das DOSemu-Fenster wieder mit exitemu.

Die Konfiguration von DOSemu

Die Konfigurationsdateien von DOSemu finden Sie in /etc/dosemu und /home/user/.dosemu. Sollte der Start von DOSemu nicht gelingen, finden Sie Hinweise zur Fehlerursache in der Datei /home/user/.dosemu/boot.log. Sie können die meisten Voreinstellungen der Distribution durch Optionen in einer Datei /home/user/.dosemurc verändern. Hierfür kopieren Sie die Datei /etc/dosemu/dosemu.conf nach /home/user/.dosemurc und ändern dort die entsprechenden Optionen.

Beispiel 2.1. Beispiel-.dosemurc-Datei

/home/user/.dosemurc



In der .dosemurc-Datei kann als hd_image der volle Pfad zum zukünftigen DOS-Verzeichnis eingetragen werden, im Falle des FreeDOS-Verzeichnisses: $_hdimage = "/home/user/dosemu/freedos". Sie können dort auch $_hdimage = "/home/user/.dosemu/drives/* eintragen und in dem Verzeichnis /home/user/.dosemu/drives einen Link

ln -s /home/user/dosemu/freedos /home/user/.dosemu/drives/c

legen. Dies hat den Vorteil, dass Sie weitere Links, die Sie in dieses Verzeichnis legen, automatisch beim Laden von DOSemu einrichten. Z.B. könnte man als weiteres hd_image die Windows-Partition eintragen mit einem Link nach /mnt/hda1:

ln -s /mnt/hda1 /home/user/.dosemu/drives/e

oder zum CD-ROM-Laufwerk mit:

ln -s /mnt/cdrom /home/user/.dosemu/drives/f

Wenn jetzt die Windows-Partition nach /mnt/hda1 gemounted wird (für ein DOS-Programm auf der Windows-Partition muss die Partition read-write gemounted werden), ist die Windows-Partition über e: ansprechbar. Auch das CD-ROM-Laufwerk ist nach Mounten der CD-ROM nach /mnt/cdrom mit f: lesbar. Das Diskette-Laufwerk ist mit a: ansprechbar.

Für die Benutzung eines Gerätes über COM1=/dev/ttyS0 muss in der .dosemurc der COM-Port mit $_com1 = "/dev/ttyS0" gesetzt werden. Eine Lock-Datei für den COM-Port kann angegeben werden und muss vom User schreibbar sein, z.B. als $_ttylock = "/home/user/dosemu/lock". Dieses Verzeichnis müssen Sie anlegen.

Die Option $_port = "" muss leer bleiben. Falls der Zugriff zu COM1 nicht funktioniert, müssen die Zugriffsrechte auf /dev/ttyS0 kontrolliert werden, eine eventuell vorhandene Firewall umkonfiguriert werden oder die Xorg-Server-Konfiguration kontrolliert werden, da - wie es mir passiert ist - die COM1-Schnittstelle vom X-Server für einen seriellen Mausanschluß blockiert wurde.

In DOSemu sieht man das Verzeichnis /home/user/.dosemu/drives/c als C:\>. Außerhalb von DOSemu in Linux kann man ohne Probleme auf die Verzeichnisse von /home/user/dosemu/freedos zugreifen. Um Dateien im DOSemu-Verzeichnis zu bearbeiten, muss man allerdings einen DOS-Editor verwenden, sonst können diese Dateien nicht in DOSemu gelesen werden: Linux legt als Zeilenende nur ein RETURN an, während MSDOS als Zeilenende ein CARRIAGE-RETURN verwendet. Eine autoexec.bat-Datei, die mit einem Linux-Editor verändert wurde, ist für MSDOS nicht lesbar, und das Starten von XDOSemu schlägt fehl. Zum Editieren in DOSemu kann man den DOS-Editor edit.com verwenden, oder man erstellt die Datei vollständig in Linux und wandelt sie anschließend mit dem Tool-Programm linux2dos um.

Beispiel 2.2. Beispiel-Dateien für DOSemu 1.2.0 und FreeDOS

c:\autoexec.bat bzw. /home/user/dosemu/freedos/autoexec.bat

c:\config.sys bzw. /home/user/dosemu/freedos/config.sys

/home/user/.dosemurc



Die Einrichtung von MS-DOS 7.1 auf der Linux-Partition

Neben FreeDOS können Sie auch eine normale MS-DOS-Installation in DOSemu verwenden. Die beste DOS-Version ist offensichtlich MSDOS 7.1 (DOS von Windows98SE); vielleicht hat man noch ein alte Windows-CD irgendwo liegen. Ich werde hier lediglich die Installation von MSDOS 7.1 beschreiben, weil ansonsten auf FreeDOS zurückgegriffen werden kann.

Am Einfachsten ist es, aus einer laufenden Windows98SE-Installation heraus eine Systemdiskette mit dem Befehl format a: /s zu erstellen. Zusätzlich kopiert man das Verzeichnis C:\windows\command auf die Diskette. In Linux richtet man ein neues Unterverzeichnis /home/user/dosemu/win98 ein und kopiert die Systemdateien command.com, io.sys und msdos.sys von der DOS-Systemdiskette in das Verzeichnis /home/user/dosemu/win98. Die Windows-Command-Dateien kopieren wir in ein Unterverzeichnis /home/user/dosemu/win98/dos. Aus dem Freedos-Verzeichnis /usr/(local/)share/dosemu/freedos kopieren wir die Dateien autoexec.bat und config.sys sowie die Unterverzeichnisse /dosemu, /bin, /doc, /gnu und /help in das Windows-Verzeichnis /home/user/dosemu/win98. Wichtig ist, dass in der autoexec.bat-Datei der Pfad zum Verzeichnis c:\dosemu gesetzt wird, da sonst DOSemu z.B. nicht mit dem Befehl exitemu verlassen werden kann.

Damit hätte man schon ein bootbares DOS-Verzeichnis, das aber noch in der /home/user/.dosemurc-Datei an DOSemu mit $_hdimage="/home/user/dosemu/win98" weitergegeben werden muss.

Beispiel 2.3. Beispiel-Dateien für DOSemu 1.2.0 und MS-DOS 7.1

c:\autoexec.bat bzw. /home/user/dosemu/win98/autoexec.bat

c:\config.sys bzw. /home/user/dosemu/win98/config.sys

c:\msdos.sys bzw. /home/user/dosemu/win98/msdos.sys



MS-DOS 7.1 auf der Windows98-(VFAT)-Partition mit DOSemu booten

Eine weitere Möglichkeit besteht darin, MS-DOS einer Windows98-Partition zu booten. Spätere Windows-Versionen können dafür nicht genutzt werden. Wir können auch nicht die vorhandenen Dateien autoexec.bat, config.sys und msdos.sys verwenden, da Windows in aller Regel damit Windows und nicht DOS booten will und DOSemu damit abstürzt. Wir richten also ein Verzeichnis /home/user/dosemu/hda1 ein und kopieren die Datei config.sys sowie die Unterverzeichnisse /dosemu, /doc, /gnu und /help aus dem FreeDOS-Verzeichnis in das Verzeichnis /home/user/dosemu/hda1.

Damit DOSemu die Windows-Datei command.com ausführen kann, muss die Windows-Partition vom User lesbar und ausführbar sein, um das DOS-Programm darauf benutzen zu können, muss sie auch schreibbar sein. In den meisten Distributionen wird die Windows-Partition jedoch so eingebunden, dass sie für einen normalen User nicht schreibbar und ausführbar ist. Wir müssen dafür als root die Windows-Partition unmounten und mit

mount -t vfat -o rw,user,nosuid,nodev,umask=000,codepage=850 /dev/hda1 /mnt/hda1

erneut mounten. Das Verzeichnis /mnt/hda1 muss dafür existieren. Um die Windows-Partition auf Dauer beim Systemstart entsprechend zu mounten, sollte die Datei /etc/fstab folgende Eintragung für die Windows-Partition enthalten:

/dev/hda1  /mnt/hda1  vfat  rw,user,nosuid,exec,umask=000,codepage=850  0 0

Damit kann jeder User auf die Windows-Partition zugreifen, auf ihr schreiben und löschen, was aus Linux-Sicht ein Sicherheitsrisiko zumindest für das Windows-System ist. Für Windows-User ist so eine Einstellung wohl eher der Normalfall.

Jetzt legen wir verschiedene Links:

  • im Verzeichnis /home/user/dosemu/hda1 den Link zur command.com-Datei

    ln -s /mnt/hda1/command.com command.com

  • im Verzeichnis /home/user/dosemu/hda1 den Link zur io.sys-Datei

    ln -s /mnt/hda1/io.sys io.sys

  • im Verzeichnis /home/user/dosemu/hda1 den Link zum Verzeichnis C:\windows\command

    ln -s /mnt/hda1/windows/command dos

Die msdos.sys-Datei der Windows-Partition muss, wenn man damit DOS booten will, verändert werden. Man bootet nochmal FreeDOS und ruft den Editor mit edit msdos.sys auf. In die Datei fügen Sie ein:

;SYS

Diese Datei kopiert man vom FreeDOS-Verzeichnis in das Verzeichnis /home/user/dosemu/hda1.

Die Datei autoexec.bat aus dem FreeDOS-Verzeichnis verändern wir, damit mit dem Befehl lredir statt des User-Home-Verzeichnisses die 1. Partition als Laufwerk D: angesteuert wird, siehe Beispiel-Datei.

Wenn man dieses Verzeichnis mit DOSemu booten will, muss noch in der .dosemurc-Datei angegeben werden:

$_hdimage="/home/user/dosemu/hda1 /home/user/dosemu/drives/cdrom"

Im Verzeichnis /home/user/dosemu/drives legen Sie noch einen Link

ln -s /cdrom cdrom

zum Mountpoint des CD-ROM-Laufwerkes. Erklärung siehe unten.

Beispiel 2.4. Beispiel-Dateien zur Ansteuerung der 1. Partition mit DOSemu 1.4.0

c:\autoexec.bat bzw. /home/user/dosemu/hda1/autoexec.bat

c:\msdos.sys bzw. /home/user/hda1/msdos.sys

/home/user/.dosemurc



Nach dem Start von xdosemu bootet jetzt MS-DOS von der 1. Partition. Das C-Verzeichnis liegt noch auf der Linux-Partition. Man könnte jetzt das DOS-Programm auf der Linux-Partition - wie gewohnt mit dem Aufruf von setup.exe auf dem CD-ROM-Laufwerk - in das Verzeichnis C:\ installieren. Man kann aber auch auf die Windows-Partition mit D: zugreifen und das eventuell bereits existierende DOS-Programm mit D:\... laden.


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Kapitel 3. Einrichtungshinweise für DOSemu

Inhaltsverzeichnis

XDOSemu unter X/KDE
DOSemu auf der Linux-Konsole
Zugriff auf das CD-ROM-Laufwerk unter DOSemu
Druckereinrichtung
Drucken über das Netzwerk mit CUPS
Darstellung von DOS-Text-Dateien in Linux

XDOSemu unter X/KDE

Um die Tastenkombinationen für ein DOS-Programm zur Verfügung zu haben, müssen in KDE im Menü unter Einstellungen -> KDE -> Look & Feel -> Tastenzuordnung die entsprechenden Tastenkombinationen freigestellt werden, damit sie nicht von KDE abgefangen werden.

Bei einer Bildschirmauflösung von 800x600 füllt ein DOS-Programm mit einer Einstellung von 28 Zeilen in Xdosemu den Bildschirm zu ca. 3/4 aus. Bei Einstellung von mehr Zeilen werden teilweise die letzten 2 Zeilen nicht angezeigt. Als Alternative kann man bei einer Bildschirmauflösung von 1024x768 den VGA11x19.pcf.gz-Font oder verschiedene Fonts in der Datei VGA-Fonts.tar.gz, die mir freundlicherweise von Martin Reuber in der neuesten Version zur Verfügung gestellt worden ist, ausprobieren. Hierfür kopiert man die Fonts je nach Distribution in das Verzeichnis /usr/local/share/dosemu/Xfonts oder /usr/share/fonts/X11/misc. Als root muss man

mkfontdir

laufen lassen und den X-Server bzw. xfs neu starten. Die Fonts kann man dann ausprobieren, indem man in der .dosemurc-Datei die Option

$_X_font = "vga"

in

$_X_font = "vga11x19"

oder

$_X_font = "vga1024norm"

ändert. Der VGA11x19-Font füllt mit einem 28-Zeilen-DOS-Programm den Bildschirm bei 1024x768-Auflösung zu 3/4 aus, der VGA1024norm-Font füllt mit einem 25-Zeilen-DOS-Programm den Bildschirm bei 1024x768-Auflösung vollständig aus, sodass die letzte Zeile durch die KDE-Kontrolleiste verdeckt ist, die man ja auch verschwinden lassen kann.

Es gibt auch die Möglichkeit, XDOSemu mit CTRL-ALT-f in einen Vollbildmodus umzuschalten. In diesem Modus ist allerdings ein Wechseln zu weiteren Fenstern nicht möglich. Beendet wird der Vollbildmodus durch erneute Eingabe von CTRL-ALT-f. Wer parallel weitere Programme bedienen will, sollte das DOS-Programm im Vollbildmodus eher von der Linux-Konsole mit dosemu starten.


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Kapitel 2. DOSemu 

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 DOSemu auf der Linux-Konsole



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DOSemu auf der Linux-Konsole

Die modernen Linux-Distributionen booten standardmäßig im Runlevel 5 X-Windows und einen Window-Manager, z.B. KDE. Natürlich kann man in Linux auch ohne grafische Oberfläche an der Konsole arbeiten. Hierfür kann man in der Datei /etc/inittab den zu bootenden Runlevel auf Runlevel 3 umkonfigurieren (dieser Runlevel enthält normalerweise alle Dienste und Netzwerk-Dienste außer der grafischen Oberfläche). Mit dem SysV-Init-Editor sollte kontrolliert werden, ob alle notwendigen Dienste im Runlevel 3, d.h. im Verzeichnis /etc/rc3.d, gestartet werden. Außerdem muss kontrolliert werden, ob man sich als normaler User und nicht nur als root an einer Konsole einloggen darf. Dies kann durch eine Firewall-Einstellung verwehrt sein. Erst die Veränderung der Datei /etc/security/access.conf mit Eingabe einer Zeile unter:

# Disallow console logins to all but a few accounts
-:ALL EXCEPT praxis user1 user2:LOCAL

ließ den Konsolen-Login für den User praxis zu.

Die Schriftgröße auf der Konsole richtet sich nach der Anfangs-VGA-Auflösung, in grub z.B. vga=791. Je nach installierten Konsolenfonts sieht das gut oder nicht so gut aus. Hier müssen verschiedene Booteinstellungen in grub ausprobiert werden.

DOSemu muss - wie oben beschrieben - mit einem DOS-System eingerichtet werden. Dann ruft man DOSemu mit dosemu auf und landet am C:\>. Das DOS-Programm kann normal installiert werden. Je nach Bildschirm kann es sein, dass Farben nicht wie in X-Windows dargestellt werden.

In der DOSemu-Konfigurations-Datei /home/user/.dosemurc sind folgende Eintragungen wichtig für den Konsolenbetrieb:

#$_term_char_set = ""   # Global code page and character set selection.
# # "" == automatic, else: ibm, latin, latin1, latin2,
# # koi8r
#
# # Character set used externally to dosemu
#$_external_char_set = ""
# # "" == use $_term_char_set one of else:
# # "cp437", "cp737", "cp775", "cp850", "cp852", "cp857",
# # "cp860", "cp861", "cp862", "cp863", "cp864", "cp865",
# # "cp866", "cp869", "cp874",
# # "iso8859-1", "iso8859-2", "iso8859-3", "iso8859-4",
# # "iso8859-5", "iso8859-6", "iso8859-7", "iso8859-8",
# # "iso8859_9", "iso8859-14", "iso8859-15", "koi8-r"
#
# # Character set used by dos programs
$_internal_char_set = "cp437"
# # "" == use $_term_char_set one of else:
# # "cp437", "cp737", "cp775", "cp850", "cp852", "cp857",
# # "cp860", "cp861", "cp862", "cp863", "cp864", "cp865",
# # "cp866", "cp869", "cp874"
#
$_term_color = (on) # terminal with color support
$_term_updfreq = (4) # time between refreshes (units: 20 == 1 second)
#$_escchar = (30) # 30 == Ctrl-^, special-sequence prefix
#
$_rawkeyboard = (1) # bypass normal keyboard input on the Linux console,
# # maybe dangerous
$_layout = "de-latin1" # one of: finnish(-latin1), de(-latin1), be, it, us
# # uk, dk(-latin1), keyb-no, no-latin1, dvorak, po
# # sg(-latin1), fr(-latin1), sf(-latin1), es(-latin1)
# # sw, hu(-latin2), hu-cwi, keyb-user
# # hr-cp852, hr-latin2, cz-qwerty, cz-qwertz, ru, tr.
# # Or 'auto' (which tries to generate the table from
# # the current Linux console settings)

und

# The following settings apply to direct console video only and are
# ignored by xdosemu.
#
$_video = "vga" # one of: plainvga, vga, ega, mda, mga, cga
$_console = (1) # use 'console' video
#$_graphics = (0) # use the cards BIOS to set graphics
#$_videoportaccess = (1) # allow videoportaccess when 'graphics' enabled
#$_vbios_seg = (0) # set the address of your VBIOS (e.g. 0xc000, 0xe000)
#$_vbios_size = (0) # set the size of your BIOS (e.g. 0x10000, 0x8000).
# # 0 for $_vbios_seg/$_vbios_size means autodetection
# # (NOTE: DOSEMU must run in full feature mode for this)
#$_vmemsize = (1024) # size of regen buffer
$_chipset = "plainvga" # one of: plainvga, trident, et4000, diamond, avance
# # cirrus, matrox, wdvga, paradise, ati, s3, sis,
# # svgalib

Hier müssen die Einträge an die vorhandene Grafikkarte angepaßt werden.

Sie können in Linux auch parallel mit grafischer Oberfläche und Konsole arbeiten. Wenn Sie Linux normal im Runlevel 5 booten, konfiguriert Linux 6 normale Konsolen und legt die grafische Oberfläche auf die 7. Konsole. Auf der grafischen Oberfläche mit KDE haben sie standardmäßig nochmal 4 Bildschirme zur Verfügung. Sie erreichen die 6 Konsolen mit Ctrl-Alt-F1 bis Ctrl-Alt-F6 und müssen sich hier normal einloggen. Zur grafischen Oberfläche wechseln Sie wieder mit Ctrl-Alt-F7. Der Wechsel zur grafischen Oberfläche kann je nach Hardware manchmal etwas dauern, da die gesamten Daten der grafischen Oberfläche wieder neu geladen werden müssen, also etwas Geduld (oder viel Arbeitsspeicher zur Verfügung stellen).


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Kapitel 3. Einrichtungshinweise für DOSemu 

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 Zugriff auf das CD-ROM-Laufwerk unter DOSemu



DOSemu auf der Linux-Konsole

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Kapitel 3. Einrichtungshinweise für DOSemu

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DOSemu auf der Linux-Konsole

Die modernen Linux-Distributionen booten standardmäßig im Runlevel 5 X-Windows und einen Window-Manager, z.B. KDE. Natürlich kann man in Linux auch ohne grafische Oberfläche an der Konsole arbeiten. Hierfür kann man in der Datei /etc/inittab den zu bootenden Runlevel auf Runlevel 3 umkonfigurieren (dieser Runlevel enthält normalerweise alle Dienste und Netzwerk-Dienste außer der grafischen Oberfläche). Mit dem SysV-Init-Editor sollte kontrolliert werden, ob alle notwendigen Dienste im Runlevel 3, d.h. im Verzeichnis /etc/rc3.d, gestartet werden. Außerdem muss kontrolliert werden, ob man sich als normaler User und nicht nur als root an einer Konsole einloggen darf. Dies kann durch eine Firewall-Einstellung verwehrt sein. Erst die Veränderung der Datei /etc/security/access.conf mit Eingabe einer Zeile unter:

# Disallow console logins to all but a few accounts
-:ALL EXCEPT praxis user1 user2:LOCAL

ließ den Konsolen-Login für den User praxis zu.

Die Schriftgröße auf der Konsole richtet sich nach der Anfangs-VGA-Auflösung, in grub z.B. vga=791. Je nach installierten Konsolenfonts sieht das gut oder nicht so gut aus. Hier müssen verschiedene Booteinstellungen in grub ausprobiert werden.

DOSemu muss - wie oben beschrieben - mit einem DOS-System eingerichtet werden. Dann ruft man DOSemu mit dosemu auf und landet am C:\>. Das DOS-Programm kann normal installiert werden. Je nach Bildschirm kann es sein, dass Farben nicht wie in X-Windows dargestellt werden.

In der DOSemu-Konfigurations-Datei /home/user/.dosemurc sind folgende Eintragungen wichtig für den Konsolenbetrieb:

#$_term_char_set = ""   # Global code page and character set selection.
# # "" == automatic, else: ibm, latin, latin1, latin2,
# # koi8r
#
# # Character set used externally to dosemu
#$_external_char_set = ""
# # "" == use $_term_char_set one of else:
# # "cp437", "cp737", "cp775", "cp850", "cp852", "cp857",
# # "cp860", "cp861", "cp862", "cp863", "cp864", "cp865",
# # "cp866", "cp869", "cp874",
# # "iso8859-1", "iso8859-2", "iso8859-3", "iso8859-4",
# # "iso8859-5", "iso8859-6", "iso8859-7", "iso8859-8",
# # "iso8859_9", "iso8859-14", "iso8859-15", "koi8-r"
#
# # Character set used by dos programs
$_internal_char_set = "cp437"
# # "" == use $_term_char_set one of else:
# # "cp437", "cp737", "cp775", "cp850", "cp852", "cp857",
# # "cp860", "cp861", "cp862", "cp863", "cp864", "cp865",
# # "cp866", "cp869", "cp874"
#
$_term_color = (on) # terminal with color support
$_term_updfreq = (4) # time between refreshes (units: 20 == 1 second)
#$_escchar = (30) # 30 == Ctrl-^, special-sequence prefix
#
$_rawkeyboard = (1) # bypass normal keyboard input on the Linux console,
# # maybe dangerous
$_layout = "de-latin1" # one of: finnish(-latin1), de(-latin1), be, it, us
# # uk, dk(-latin1), keyb-no, no-latin1, dvorak, po
# # sg(-latin1), fr(-latin1), sf(-latin1), es(-latin1)
# # sw, hu(-latin2), hu-cwi, keyb-user
# # hr-cp852, hr-latin2, cz-qwerty, cz-qwertz, ru, tr.
# # Or 'auto' (which tries to generate the table from
# # the current Linux console settings)

und

# The following settings apply to direct console video only and are
# ignored by xdosemu.
#
$_video = "vga" # one of: plainvga, vga, ega, mda, mga, cga
$_console = (1) # use 'console' video
#$_graphics = (0) # use the cards BIOS to set graphics
#$_videoportaccess = (1) # allow videoportaccess when 'graphics' enabled
#$_vbios_seg = (0) # set the address of your VBIOS (e.g. 0xc000, 0xe000)
#$_vbios_size = (0) # set the size of your BIOS (e.g. 0x10000, 0x8000).
# # 0 for $_vbios_seg/$_vbios_size means autodetection
# # (NOTE: DOSEMU must run in full feature mode for this)
#$_vmemsize = (1024) # size of regen buffer
$_chipset = "plainvga" # one of: plainvga, trident, et4000, diamond, avance
# # cirrus, matrox, wdvga, paradise, ati, s3, sis,
# # svgalib

Hier müssen die Einträge an die vorhandene Grafikkarte angepaßt werden.

Sie können in Linux auch parallel mit grafischer Oberfläche und Konsole arbeiten. Wenn Sie Linux normal im Runlevel 5 booten, konfiguriert Linux 6 normale Konsolen und legt die grafische Oberfläche auf die 7. Konsole. Auf der grafischen Oberfläche mit KDE haben sie standardmäßig nochmal 4 Bildschirme zur Verfügung. Sie erreichen die 6 Konsolen mit Ctrl-Alt-F1 bis Ctrl-Alt-F6 und müssen sich hier normal einloggen. Zur grafischen Oberfläche wechseln Sie wieder mit Ctrl-Alt-F7. Der Wechsel zur grafischen Oberfläche kann je nach Hardware manchmal etwas dauern, da die gesamten Daten der grafischen Oberfläche wieder neu geladen werden müssen, also etwas Geduld (oder viel Arbeitsspeicher zur Verfügung stellen).


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Druckereinrichtung

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Druckereinrichtung

Es gibt zwei grundlegende Philosophien beim Drucken: entweder kümmert sich die Anwendung um alle Druckerspezifika oder das Betriebssystem. Bei DOS ist es normalerweise die Anwendung. Bei Linux/Unix das Betriebssystem. Um aus einer DOS-Applikation heraus zu drucken, ist es normalerweise erforderlich, im DOS-Programm die Drucker-Escape-Sequenzen zu konfigurieren. Das DOS-Programm schickte dann den Druckauftrag mit den Escape-Sequenzen an den parallelen Port. D.h., dass aus DOS-Programmen heraus nur die alten Drucker aus DOS-Zeiten angesteuert werden können. Moderne Laserdrucker können nur mit einigem Aufwand angesteuert werden.

Um den Ausdruck eines DOS-Programms auf den Drucker am parallelen Port drucken zu können, richtet man in CUPS (wird heute standardmäßig als Druckerserver in Linux-Distributionen mitgeliefert) einen Rohdatendrucker ein. Geben Sie dem Rohdatendrucker als Beispiel den Namen "raw". Wenn die Escape- Sequenzen des Druckers bekannt sind, kann dieser Drucker auch an einer USB-Schnittstelle angeschlossen sein. Nun geben Sie den Rohdatendrucker in der Datei /home/user/.dosemurc mit

$_printer = "raw"

an.

Damit klappt der Ausdruck normalerweise ohne Probleme. Falls dies nicht klappt, sollte man alle Printer-Einstellungen in der /home/user/.dosemurc-Datei weglassen und in der Datei /etc/dosemu/dosemu.conf die Zeilen mit "lpt*" und folgende editieren:

$_lpt1 = "lpr -l -Praw"
$_lpt2 = "lpr -l -P[weiterer Druckername]"

ohne Leerzeichen zwischen "-P" und Druckername.

Um den Druck zu beschleunigen, kann probiert werden:

$_printer_timeout = (1)

Dies kann allerdings zu unvorhergesehen Ausdrucken führen. Damit muss also experimentiert werden.

Drucken über das Netzwerk mit CUPS

Problem: in der Anmeldung einer Arztpraxis stehen der Linux-Server (Hostname Server, IP-Adresse 192.168.1.10), an dem ein Laserdrucker für die Arztbriefe angeschlossen ist. An einem Linux-Client (Hostname Anmeldung1, IP-Adresse 192.168.1.11) ist ein OKI 390 FB-Drucker für den Formulardruck angeschlossen. Ein weiterer Linux-Client (Hostname Anmeldung2, IP-Adresse 192.168.1.12) soll ebenso wie der Linux-Server von APW-DOS aus auf den OKI-Drucker Formulare ausdrucken können. Auf allen PCs läuft CUPS.

Eine schöne Anleitung zu diesem Thema finden Sie auch auf der Webseite Drucker-Freigabe mit CUPS.

Zunächst richten wir CUPS auf dem Linux-Client Anmeldung1 als Drucker-Server ein: loggen Sie sich als root ein. Wie im obigen Abschnitt beschrieben, legen Sie einen Drucker "Oki" mit Treiber "raw" an. Kopieren Sie die entstandene Datei /etc/printcap.cups nach /etc/printcap und tragen Sie den Druckernamen in der DOSemu-Konfigurationsdatei /home/praxis/.dosemurc mit

$_printer = "Oki"
$_printer_timeout = (1)

ein. Jetzt sollte der Druck am Linux-Client Anmeldung1 aus DOSemu/APW-DOS auf den Drucker funktionieren.

Nun editieren Sie die Datei /etc/cups/cupsd.conf im Abschnitt "Browsing Options". Die entsprechenden Optionen müssen folgendermaßen geändert werden:

Browsing On
BrowseProtocols cups
BrowseAddress 192.168.1.255
BrowseAllow 192.168.1.*
BrowseInterval 30
BrowsePort 631

Den Abschnitt "<Location />" ändern Sie wie folgt:

<Location />
Order Deny,Allow
Deny From All
Allow From 127.0.0.1
Allow From 192.168.1.*
</Location>

Danach CUPS neu starten, damit die Konfiguration eingelesen wird. Eventuell müssen Sie den Server und Anmeldung2 in der Datei /etc/hosts.allow eintragen mit

cupsd: 192.168.1.10 , 192.168.1.11

damit die beiden Rechner auf CUPS zugreifen dürfen.

Nun meldet man sich auf Anmeldung2 als root an. In der Datei /etc/hosts muss der Rechner Anmeldung1 mit

192.168.1.11      Anmeldung1

bekannt gemacht werden. Die Datei /etc/cups/cupsd.conf wird im Abschnitt "Browsing Options" folgendermaßen geändert.

Browsing On
BrowseProtocols cups
BrowseAddress 192.168.1.255
BrowseShortNames No
BrowseInterval 30
BrowsePort 631

Auch hier CUPS neu starten. Sie sollten jetzt über die CUPS-Konfigurations-Webseite http://localhost:631/ den Drucker "Oki@Anmeldung1" angezeigt bekommen. Ein Testausdruck funktioniert bei einem Rohdatendrucker nicht. Suchen Sie sich stattdessen eine kurze Shellskript-Datei aus und lassen diese versuchsweise mit:

lpr -POki@Anmeldung1 <Skriptdatei>

auf dem Oki-Drucker ausdrucken. Die Datei /etc/printcap.cups kopieren Sie wieder nach /etc/printcap.

In der Datei /home/praxis/.dosemurc muss jetzt noch der Drucker "NetzOki" unter

$_printer = "Oki@Anmeldung1"
$_printer_timeout = (1)

eingetragen werden. Der Druck aus APW-DOS auf Anmeldung2 auf den Oki-Drucker an Anmeldung1 sollte jetzt funktionieren.

CUPS am Server muss ebenso eingerichtet werden. Sie können am Server einen weiteren Drucker "Laser" einrichten, auf den Sie dann z.B. mit OpenOffice drucken können. Wenn Sie am Server CUPS als Druckerserver einrichten, können Sie entsprechend von Anmeldung1 aus auf den Laser-Drucker ausdrucken.


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Druckereinrichtung

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Druckereinrichtung

Es gibt zwei grundlegende Philosophien beim Drucken: entweder kümmert sich die Anwendung um alle Druckerspezifika oder das Betriebssystem. Bei DOS ist es normalerweise die Anwendung. Bei Linux/Unix das Betriebssystem. Um aus einer DOS-Applikation heraus zu drucken, ist es normalerweise erforderlich, im DOS-Programm die Drucker-Escape-Sequenzen zu konfigurieren. Das DOS-Programm schickte dann den Druckauftrag mit den Escape-Sequenzen an den parallelen Port. D.h., dass aus DOS-Programmen heraus nur die alten Drucker aus DOS-Zeiten angesteuert werden können. Moderne Laserdrucker können nur mit einigem Aufwand angesteuert werden.

Um den Ausdruck eines DOS-Programms auf den Drucker am parallelen Port drucken zu können, richtet man in CUPS (wird heute standardmäßig als Druckerserver in Linux-Distributionen mitgeliefert) einen Rohdatendrucker ein. Geben Sie dem Rohdatendrucker als Beispiel den Namen "raw". Wenn die Escape- Sequenzen des Druckers bekannt sind, kann dieser Drucker auch an einer USB-Schnittstelle angeschlossen sein. Nun geben Sie den Rohdatendrucker in der Datei /home/user/.dosemurc mit

$_printer = "raw"

an.

Damit klappt der Ausdruck normalerweise ohne Probleme. Falls dies nicht klappt, sollte man alle Printer-Einstellungen in der /home/user/.dosemurc-Datei weglassen und in der Datei /etc/dosemu/dosemu.conf die Zeilen mit "lpt*" und folgende editieren:

$_lpt1 = "lpr -l -Praw"
$_lpt2 = "lpr -l -P[weiterer Druckername]"

ohne Leerzeichen zwischen "-P" und Druckername.

Um den Druck zu beschleunigen, kann probiert werden:

$_printer_timeout = (1)

Dies kann allerdings zu unvorhergesehen Ausdrucken führen. Damit muss also experimentiert werden.

Drucken über das Netzwerk mit CUPS

Problem: in der Anmeldung einer Arztpraxis stehen der Linux-Server (Hostname Server, IP-Adresse 192.168.1.10), an dem ein Laserdrucker für die Arztbriefe angeschlossen ist. An einem Linux-Client (Hostname Anmeldung1, IP-Adresse 192.168.1.11) ist ein OKI 390 FB-Drucker für den Formulardruck angeschlossen. Ein weiterer Linux-Client (Hostname Anmeldung2, IP-Adresse 192.168.1.12) soll ebenso wie der Linux-Server von APW-DOS aus auf den OKI-Drucker Formulare ausdrucken können. Auf allen PCs läuft CUPS.

Eine schöne Anleitung zu diesem Thema finden Sie auch auf der Webseite Drucker-Freigabe mit CUPS.

Zunächst richten wir CUPS auf dem Linux-Client Anmeldung1 als Drucker-Server ein: loggen Sie sich als root ein. Wie im obigen Abschnitt beschrieben, legen Sie einen Drucker "Oki" mit Treiber "raw" an. Kopieren Sie die entstandene Datei /etc/printcap.cups nach /etc/printcap und tragen Sie den Druckernamen in der DOSemu-Konfigurationsdatei /home/praxis/.dosemurc mit

$_printer = "Oki"
$_printer_timeout = (1)

ein. Jetzt sollte der Druck am Linux-Client Anmeldung1 aus DOSemu/APW-DOS auf den Drucker funktionieren.

Nun editieren Sie die Datei /etc/cups/cupsd.conf im Abschnitt "Browsing Options". Die entsprechenden Optionen müssen folgendermaßen geändert werden:

Browsing On
BrowseProtocols cups
BrowseAddress 192.168.1.255
BrowseAllow 192.168.1.*
BrowseInterval 30
BrowsePort 631

Den Abschnitt "<Location />" ändern Sie wie folgt:

<Location />
Order Deny,Allow
Deny From All
Allow From 127.0.0.1
Allow From 192.168.1.*
</Location>

Danach CUPS neu starten, damit die Konfiguration eingelesen wird. Eventuell müssen Sie den Server und Anmeldung2 in der Datei /etc/hosts.allow eintragen mit

cupsd: 192.168.1.10 , 192.168.1.11

damit die beiden Rechner auf CUPS zugreifen dürfen.

Nun meldet man sich auf Anmeldung2 als root an. In der Datei /etc/hosts muss der Rechner Anmeldung1 mit

192.168.1.11      Anmeldung1

bekannt gemacht werden. Die Datei /etc/cups/cupsd.conf wird im Abschnitt "Browsing Options" folgendermaßen geändert.

Browsing On
BrowseProtocols cups
BrowseAddress 192.168.1.255
BrowseShortNames No
BrowseInterval 30
BrowsePort 631

Auch hier CUPS neu starten. Sie sollten jetzt über die CUPS-Konfigurations-Webseite http://localhost:631/ den Drucker "Oki@Anmeldung1" angezeigt bekommen. Ein Testausdruck funktioniert bei einem Rohdatendrucker nicht. Suchen Sie sich stattdessen eine kurze Shellskript-Datei aus und lassen diese versuchsweise mit:

lpr -POki@Anmeldung1 <Skriptdatei>

auf dem Oki-Drucker ausdrucken. Die Datei /etc/printcap.cups kopieren Sie wieder nach /etc/printcap.

In der Datei /home/praxis/.dosemurc muss jetzt noch der Drucker "NetzOki" unter

$_printer = "Oki@Anmeldung1"
$_printer_timeout = (1)

eingetragen werden. Der Druck aus APW-DOS auf Anmeldung2 auf den Oki-Drucker an Anmeldung1 sollte jetzt funktionieren.

CUPS am Server muss ebenso eingerichtet werden. Sie können am Server einen weiteren Drucker "Laser" einrichten, auf den Sie dann z.B. mit OpenOffice drucken können. Wenn Sie am Server CUPS als Druckerserver einrichten, können Sie entsprechend von Anmeldung1 aus auf den Laser-Drucker ausdrucken.


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Kapitel 5. Verweise

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Kapitel 5. Verweise

Inhaltsverzeichnis

Hilfreiche Adressen
Freie und Open Source Software für die Arztpraxis

Hilfreiche Adressen

Bei Fragen zur Einrichtung von DOS-Programmen auf Linux sollte man sich primär an die Mailingliste wenden: <linux-msdos@vger.kernel.org>. Eine Anleitung zur Anmeldung bei dieser Mailingliste ist unter http://www.dosemu.org zu finden.

Über Linux und Arztsoftware existiert die Mailing-Liste <resmedincinae-deutsch@lists.sourceforge.net>, die sich mit der Entwicklung einer freien Arztsoftware für Linux beschäftigt. Hier haben sich mittlerweile schon über 100 Mitleser (Ärzte, Informatiker, Studenten) angemeldet, die an Free und Open Source Software interessiert sind. Dort bekommt man sicher auch Hilfe, was den Einsatz von APW-DOS unter Linux angeht. Wer dort nur mitlesen oder auch eigene Beiträge schreiben möchte, kann sich anmelden unter: http://lists.sourceforge.net/lists/listinfo/resmedicinae-deutsch Bei Problemen mit der Anmeldung wenden Sie sich einfach an <christian.heller@tuxtax.de>.

Falls hier aufgeführte Personen oder Institutionen in der Dokumentation nicht erwähnt werden möchten, bitte ich darum, mich zu informieren. In einer aktualisierten Version dieses Dokuments werden die entsprechenden Adressangaben dann gelöscht sein.

Dipl.-Ing. Christian Heller

Taubachstraße 23

(Grenzgraben 04)

98714 Stützerbach

Email: <christian.heller@tuxtax.de>

Web: http://www.tuxtax.de

Project: http://www.resmedicinae.org

Project: http://www.cybop.net

Assoziation: Software Entwickler an der http://www.tu-ilmenau.de. Erfahrung mit Objektorientierter Programmierung in Java, C++, Delphi. Anwendung der UML zur Modellierung von Systemen u.a.m.

Dr. med. Claudia Neumann

Kirchstr. 23

26169 Friesoythe

Tel: +49-(0)4491-808

Email:<dr.claudia.neumann@gmx.de>

Assoziation: Niedergelassene Ärztin. Linux-Freak und Miprogrammiererin von APWiegand.

Karsten Hilbert

Email: <karsten.hilbert@gmx.net>

Association: Langjähriger Linux Administrator. Erfahrung mit mehreren Script Sprachen, C/C++ Programmierung, Datenbanken, Netzwerken. Pflegt Arztpraxis mit Linux- und Windows- Rechnern, auf denen TurboMed läuft.

Einige deutsche DOSemu-Entwickler:

Hans Lermen

Am Mühlenweg 38

53424 Remagen-Unkelbach

Email: <lermen@fgan.de>

Uwe Bonnes, Email: <bon@elektron.ikp.physik.th-darmstadt.de>

Rainer Zimmermann, Email: <zimmerm@mathematik.uni-marburg.de>

Steffen Winterfeldt, Email: <wfeldt@suse.de>


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Samba-Konfiguration für einen Zugriff von Linux auf Windows-Dateien und -Verzeichnisse 

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 Freie und Open Source Software für die Arztpraxis



Freie und Open Source Software für die Arztpraxis

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Kapitel 5. Verweise

 


Freie und Open Source Software für die Arztpraxis

Ich darf an dieser Stelle darauf verweisen, dass es seit geraumer Zeit auch Initiativen gibt, die - ähnlich dem Linux Projekt - eine völlig freie und für jedermann kostenlos zugängliche Software für medizinische Zwecke erstellen wollen.

Diese Projekte werden bearbeitet von Entwicklern vieler Länder, die über das Internet miteinander kommunizieren. Alleine dadurch sind von vornherein Kommunikationsfähigkeit und Internationalisierung der Software essentielle Aspekte des Entwicklungsprozesses.

Im Wesentlichen gibt es momentan zwei Strömungen oder Projektgruppen: Die eine möchte möglichst praxisnah von klein auf beginnen und dann Schritt für Schritt durch Anpassungen eine größere Software erstellen. Das ist ein in der Open Source Gemeinde bewährtes Konzept; es wird viel ausprobiert und wieder verworfen, bis sich schließlich eine ausgereifte Lösung einstellt.

In der anderen Strömung versuchen die Entwickler, modernste Konzepte und Technologien einzusetzen und somit eine Software zu entwickeln, die vom Krankenhaus-Informations-System bis zum kleinen Praxisprogramm alles sein kann. Der Nachteil ist eine längere Vorlaufzeit, bis ein einsatzfähiger Prototyp bereit steht. Der Vorteil ist, ein von Grund auf durchdachtes Konzept zu haben, welches es ermöglicht, die Software bis ins Kleinste anzupassen. Diese modernen Technologien werden noch kaum in kommerziellen Programmen verwendet, da die Entwicklungskapazitäten der Firmen auch beschränkt sind.

Welche Strömung auch immer zuerst zu einem akzeptablen Medizinprogramm führt - die Entwickler tauschen auch untereinander Informationen aus, stellen sich Programmcode-Fragmente zur Verfügung und suchen in Internet-Diskussions-Foren gemeinsam nach Lösungen. Es ist sogar höchst wahrscheinlich, dass in einigen Monaten oder Jahren eine Verschmelzung stattfinden wird, wie es schon mehrfach in der Linuxgemeinde vorgekommen ist.

In der Zukunft werden es die kommerziellen Anbieter sehr schwer haben, sich auf dem Markt zu behaupten. Keine Firma kann mit ihrer Entwicklungsabteilung wirklich auf Dauer das Gleiche leisten wie tausende von weltweit arbeitenden Enthusiasten.

Letztere haben einfach bessere Voraussetzungen. Durch den für jedermann zugänglichen Programmquelltext können Fehler binnen Stunden behoben, Sicherheitslücken binnen Tagen geschlossen und Anwenderhinweise binnen Wochen in einer Folgeversion berücksichtigt werden.

Auch bei Anwendern setzt sich die Einsicht immer mehr durch, dass es nur logisch sein kann, nicht kommerzielle Software mit geschlossenen Quellen wie eine Katze im Sack zu kaufen, sondern auf tausendfach bewährte und getestete, freie Software zu setzen.

Mehr Informationen zu Free and Open Source Software (FOSS) für die Medizin sind zu finden unter:


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Kapitel 5. Verweise 

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